Norbert Borrmann: »Die große Gleichschaltung«
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Beschreibung
Der Architekturkenner Norbert Borrmann weiß um die Gefahr fortschreitender Monotonie und fehlender Originalität in Städteplanung und -bau. Doch die Sphäre der Baukunst steht dieser Tage nur sinnbildlich für größere, weltumfassende Prozesse der Vereinheitlichung. Daher stellt Borrmann im 37. Band der reihe kaplaken klar, was mit deren wichtigsten Pfeilern Globalisierung und „One World“ im Äußeren sowie „Multikultur“ im Inneren tatsächlich gemeint ist:
1. Globalisierung bedeutet Amerikanisierung. Die angebliche wechselseitige Bereicherung durch fremde und ferne Kulturen entpuppt sich als Farce zugunsten einer Standardisierung von Kunst, Musik, Kultur und Sprache.
2. Der Traum vom Weltstaat wird zum Alptraum, weil die Einebnung der Unterschiede ganzer Völker und Kulturen im Zuge der Globalisierung damit unwiderruflich verknüpft ist.
3. Dasselbe gilt für das Konzept „Multikulturelle Gesellschaft“. „Bunt“ führt zu „grau“, was die Befürworter dieser Ideologie freilich ebensowenig stört wie die Tatsache, daß die vorgeblichen Antikapitalisten mit der Schaffung einer „industriellen Reservearmee“ (Karl Marx) zuvorderst den Kapitalismus bedienen.
Was heute als Vielfalt angepriesen wird, hat Borrmann zufolge im eigentlichen Sinne nichts damit zu tun. Statt tatsächlicher Pluralität verberge sich hinter diesen Floskeln das „Verschwinden der Vielgestaltigkeit der Welt“ (Alain de Benoist) im Zeichen universalistischer Ideologie.
Borrmann zeigt die Macht dieser dominierenden Tendenz auf, ohne Resignation zu auszustrahlen. Noch bleiben Möglichkeiten und Wege, sich der großen Gleichschaltung zu verweigern. Der Autor nennt sie.
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